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Image- und Werbenutzen am Beispiel der Aktion „Tschau Grau“

Auf diese Zusatznutzen möchten wir näher eingehen; dazu beziehen wir uns auf das Projekt „Tschau Grau“. Dabei handelte es sich um eine Graffiti Malaktion der Evangelischen Krankenhaus Schwerte GmbH und der VSI (Verein für soziale Integrationshilfen e.V.).

Projektbeschreibung

Die Evangelische Krankenhaus Schwerte GmbH (EKS) führte während einer mehrmonatigen Baumaßnahme im Eingangsbereich des Krankenhauses ein Kunstprojekt mit dem Namen „Tschau Grau“ durch. Im Rahmen dieses Projektes wurde eine Graffiti-Malaktion mit jugendlichen Künstlern durchgeführt.

Einfluss auf die Identität des Krankenhauses

Das Projekt hat einen hohen Einfluss auf die Identität des Krankenhauses. Die Mitarbeiter identifizieren sich stärker mit dem Krankenhaus, da die Besonderheit des Projektes es zu anderen Krankenhäusern abgrenzt. Auch in der Öffentlichkeit wurde das Projekt bekannt gemacht, um den Bekanntheitsgrad und die Identität des Krankenhauses zu verstärken. Insbesondere das Engagement und die soziale Verantwortung des Krankenhauses gegenüber Problembereichen wurde herausgestellt und mit der Absicht kombiniert, ein bauliches Provisorium in eine positive Aussendarstellung zu überführen. Dies ist kennzeichnend für die besondere Kultur des Krankenhauses, in der soziale Verantwortung als sehr bedeutend empfunden wird und die Mitarbeiter sich stark mit dem Krankenhaus verbunden fühlen.
(Affektives Commitment = 3,5 laut Mitarbeiterbefragung 1998)

Einfluss auf die Patientenfreundlichkeit des Krankenhauses

Die Graffiti-Bilder vermitteln den Patienten beim Zutritt in das Krankenhaus einen positiven Eindruck. Die lustigen und frechen Bilder am ersten Kontaktpunkt in der EKS, dem Eingang des Krankenhauses, haben einen entscheidenden Einfluss auf die Patienten und deren Wohlbefinden. Ängste werden schon zu Beginn des EKS-Aufenthaltes abgebaut.

Mitarbeiterorientierung – Kommunikationsförderung durch Kunst

Die Bedeutung des Projektes für die Mitarbeiter liegt in der Abgrenzung der EKS zu anderen Krankenhäusern. Durch die Besonderheit des Projektes zeichnet sich das Krankenhaus aus, was sich positiv auf die Mitarbeiter auswirkt.  Diese sind stolz in einem besonderen Krankenhaus zu arbeiten. Ein weiterer Effekt ist, dass die Mitarbeiter über diese Graffiti-Werke miteinander kommunizieren. Die Werke sind somit Anlass für Diskussionen, in denen eine Auseinandersetzung mit den Graffiti-Malern stattfindet. Das Kunstengagement in zahlreichen Unternehmen zeigt, dass Kunst ein anspruchsvolles Kommunikationsmittel ist, welches bei einem permanenten Engagement eine anspruchsvolle Auseinandersetzung der Mitarbeiter mit fachlichen Problemstellungen sowie Innovationen und Wandel im Unternehmen bewirkt. Die Kunst wird dann zum „Katalysator“ für abweichende Meinungen, Diskussionen und alternative Arbeitsweisen, die eine wesentliche Rolle für das Wohlergehen des gesamten Unternehmens spielen können. (vgl. JACOBSON 1993, S. 18-21)

Kunst als  Bestandteil des Marketings der EKS

Durch die Wahrnehmung der Patienten und Mitarbeiter bildet sich ein Ruf eines Krankenhauses, da diese ihre Erfahrungen an die Bevölkerung im Umfeld des Krankenhauses weitergeben. Das Projekt „Tschau Grau“ trägt dazu bei, dass der Ruf sich verändert. Eine positive Wahrnehmung des Projektes könnte den Ruf beispielsweise um Merkmale wie „bunter“, „innovativer“ oder „verantwortungsbewusster“ bereichern. Solche Soft-Facts sind neben der Leistungserbringung für das Image eines Krankenhauses von zentraler Bedeutung. Gerade besondere und auffallende Kunstprojekte bleiben bei Menschen oft Jahre in Erinnerung. Die Folge ist, dass das Krankenhaus einen Wettbewerbsvorteil genießt. Außergewöhnliche Wettbewerbsvorteile und Innovationen werden auf dem immer stärker umkämpften Krankenhausmarkt zukünftig von zentraler Bedeutung sein. Eine parallel durchgeführte vergleichende Image-Analyse lässt später Rückschlüsse auf die Wirkung dieser Aktion zu.

Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe des Projektes „Tschau Grau“ wurde von der Geschäftsführung der EKS vorgenommen. Zahlreiche Zeitungen wurden angefragt, Berichte über das Projekt zu schreiben. Voranmeldungen und Artikel erschienen bereits in der „Westfälischen Rundschau“, in den „Ruhr-Nachrichten“ und im „Wochenkurier“. Auch der Radiosender „Antenne Unna“ berichtete über das Projekt in der EKS.

Graffiti-Galerie - Dirk Kreckel  | info@graffiti-galerie.de