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Neue Hohenlimburger Zeitung - 24.01.2001

Deutsche Bahn verschönert Fußgänger-Unterführung

Hohenlimburg.
Am Hohenlimburger Bahnhof tut sich etwas: In der Fußgänger-Unterführung wird seit gestern gestrichen, verputzt und gereinigt - 10.000 Mark investiert die Bahn in die Renovierung des "Schandflecks". Die Aussichten, dass die Hohenlimburger die Verschönerungen auf lange Sicht genießen dürfen, sind dagegen gering.

"Wir können aus diesem Bereich kein Hilton machen, aber wir geben uns große Mühe, etwas zu bewegen", versprach Betriebs-Inspektor Ingo Diron von der Deutschen Bahn AG. Die Reinigungs- und Verschönerungsoffensive wird von dem Unternehmen zurzeit an vieleren kleineren Bahnhöfen vorangetrieben.
Dieses Engagement beruht nicht zuletzt auf der guten Kommunikation Dirons mit dem Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins, Michael Hilsmann, der sich mit der "Aktion Schandfleck" intensiv für die Arbeiten am Hohenlimburger Bahnhof eingesetzt hatte. "Wir haben die Aktion deshalb etwas vorgezogen", so Diron.
Um die gewünschte optische Sauberkeit zu erreichen und den Bahnkunden nicht weiterhin eine unterirdische Großraumtoilette zuzumuten, arbeiten fünf DB-Angestellte, die zum Teil innerhalb des Betriebes umgeschult werden, eine Woche lang am Hohenlimburger Bahnhof. Mühen, die überflüssig wären, wenn sich bestimmte Schmutzfinken und Vandalen zurückhielten.

Die Hoffnung, dass die frisch verputzten und gestrichenen Wände langfristig im neuen Glanz erstrahlen könnten, ist auch bei Diron eher gering: "Wahrscheinlich wird schon in den ersten Tagen nach der Renovierung wieder ein Schaden festzustellen sein", so der Betriebs-Inspektor. "Das ist aber generell das Problem von kleineren Bahnhöfen, an denen kein Personal mehr im Einsatz ist."
Größere Aktionen sind zurzeit nicht für den Bahnhof Hohenlimburg vorgesehen, weil der Fußgängertunnel bei dem geplanten Bau des Bahnübergangs Herrenstraße vielleicht ganz verschwinden soll - da würden sich voreilige Investitionen nicht rechnen.
So bleibt der gute Wille der Bahn und die Absicht, die Hemmschwelle für Zerstörung und Verschmutzung in einem neugestalteten Bereich zu erhöhen.
Immerhin: Auch das Reinigungsintervall wird auf fünf Aktionen in der Woche erhöht. Und wenn Bürger in Zukunft neue Verschmutzungen entdecken, wird in einer Vitrine auf dem Bahnsteig eine Servicenummer ausgewiesen, unter der man den Schaden rund um die Uhr melden kann. "Wir sind dann inerhalb von 48 Stunden vor Ort, bei Unfallgefahr sofort". erklärte Klaus Willgut, Stützpunktleiter Hagen vom zuständigen Reinigungsunternehmen BRG.

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